Allgemeine Geschäftsbedingungen
für die Internetauktion vom 22.Juli 2024 bis zum 28.Juli 2024


1           Allgemeine Bestimmungen

(1)  Die Internetauktion für Zuchtziegen wird vom Ziegenzuchtverband Bayern e.V., dem Ziegenzuchtverband Baden-Württemberg e.V., dem Landesverband Thüringer Ziegenzüchter e.V., Landesverband Rheinischer Ziegenzüchter e.V., Landesverband Ziegenzüchter Westfalen-Lippe e.V., Hessischer Ziegenzuchtverband e.V., Landesverband der Schafhalter/Ziegenhalter und Züchter Rheinland-Pfalz, dem Sächsischen Schaf- und Ziegenzuchtverband   und dem Landesverband Niedersächsischer Ziegenzüchter e.V. (Verbände) durchgeführt. 

(2)  Als Auktionsverantwortliche der Verbände sind die Vorsitzenden der Verbände auf der Internetseite benannt.

(3)  Die Auktion erfolgt über die Internetseite www.ziegenauktion.de.

(4)  Verantwortlich für die Abrechnung und Rechnungslegung für diese Auktion sind jeweils die Verbände der beschickenden Züchter. Für die Internetauktion gelten die nachstehenden Bedingungen, die der Beschicker mit der Erteilung des Kommissionsauftrages zur Versteigerung, der Käufer mit seinem Gebot anerkennt.

(5)  Die Verbände übernehmen auf Rechnung des Beschickers den Verkauf der zu der Absatzveranstaltung angemeldeten Tiere. Sie übernehmen auch die Erledigung von Kaufaufträgen und handeln jeweils als Kommissionär. Bei Schadensfällen ist unmittelbar und direkt schriftlich an die Verbände Mitteilung zu machen.

(6)  Die Beschicker sind gefordert, sämtliche veterinärrechtlich geforderten Bescheinigungen vorzulegen. Außerdem die Bescheinigung über die Teilnahme am Anerkennungsverfahren als Haltungsbetrieb mit kontrolliertem bzw. vernachlässigbarem Risiko auf klassische Scrapie, Bescheinigungen über die Unverdächtigkeit des Herkunftsbetriebs bezüglich CAE und Pseudo-Tb sowie die Tierhaltererklärung betreffend die Impfung gegen Blauzunge.

(7)  Für irrtümliche Angaben im Katalog wird keine Gewähr übernommen, maßgebend ist die Tierzuchtbescheinigung.

(8)  Die zum Verkauf gestellten Tiere sind seit ihrer Geburt durch unterschiedliche Haltungsbedingungen, Aufzuchtbedingungen, Fütterung, tierärztliche Behandlungen und Impfungen sowie sonstige Einflüsse verändert und nicht mehr ursprünglich. Sie werden daher rechtlich als gebrauchte Sachen behandelt.

(9)  Der Verkäufer erkennt mit der Anmeldung bzw. dem Verkauf und der Käufer mit dem ersten Gebot bzw. dem Kauf diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) an.


2           Zulassung zum Verkauf

 Anforderungen an die Auktionstiere:       

Alle Rassen:

·       Mind. 5 Monate alt (nicht später als 28. Februar 2024 geboren)

·       Herdbuchklasse A

·       Zuchtwertklasse 1

·       Enthornte Böcke als solche gemeldet und im Katalog gekennzeichnet

·       Sperma oder Genotyp untersucht (gilt nur für hornlose Böcke mit genetisch hornlosen Eltern)

Milchrassen:

•                  2 Zitzen

•                  Keine Beistriche

Fleischrassen:

•                  Tägl. Zunahme bei der Feldprüfung mind. 250 g

Anforderungen an Bockmütter:

Alle Rassen:

•                  Exterieurbewertung durchgeführt

•                  Mind. Zuchtwertklasse 2 (mind. Note 6 in allen Exterieurmerkmalen (R-F-E o. R-F-B)

BDE und WDE:

•                  Milchwert mind. 100 Punkte oder alternativ  mind. 35 kg Fett- und Eiweißmenge bei einer Laktation und mind. 45 kg Fett- und Eiweißmenge bei zwei und mehr Laktationen.

Andere Milchrassen*:

•                  Mind. 30 kg Fett- u. Eiweißmenge (eine Laktation)

•                  Mind. 40 kg Fett- u. Eiweißmenge (zwei und mehr Laktationen)

Ausnahmen:

Hat die Mutter noch keine abgeschlossene Laktation, dann müssen beide Großmütter die obenstehenden Anforderungen erfüllen  

Anforderungen an die Tiergesundheit:

CAE und Pseudo-Tb: Bescheinigung über die Unverdächtigkeit des Herkunftsbetriebs

TSE: Teilnahmebescheinigung des Herkunftsbetriebs mit Datum der letzten Kontrolle oder /und Genotypisierung auf Resistenzgen

Blauzunge: Gilt nur für Tiere aus Restriktionsgebieten

•                  Vollständiger Impfschutz vorhanden, d.h. Grundimmunisierung nach Herstellerangaben durchgeführt und spätestens 60 Tage vor der Auktion abgeschlossen

•                  Impfung(en) in HIT eingetragen

•                  Tierhaltererklärung für jedes(!) geimpfte Tier

Tuberkulose: Die mit "VK EU-weit möglich“ gekennzeichneten Tiere können grundsätzlich in andere EU-Mitgliedsstaaten verbracht werden. Sie erfüllen zum Zeitpunkt der Übergabe die Vorgaben des EU-Tiergesundheitsrechtsakts (Animal Health Law / AHL). Die Angaben dazu wurden vom Verkäufer den Verbänden mitgeteilt. Die Verbände übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben.

3          Körung bzw. Bewertung

Sämtliche zum Verkauf gelangenden Tiere sind durch die Körkommissionen der einzelnen Verbände gekört bzw. bewertet. 

Der Käufer erhält für jeden von ihm bei der Versteigerung erworbenen Bock eine Tierzuchtbescheinigung.

 4         Gewährschaftsbestimmungen

(1)  Der Verkäufer haftet dafür, dass sein Tier entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen frei ist von verborgenen Mängeln, die die Zuchttauglichkeit in erheblichem Maße beeinträchtigen. Nachweis, dass der Mangel verborgen war, hat der Käufer zu führen. Bei verborgenem Mangel gelten die Bedingungen der Unfruchtbarkeitsversicherung (siehe Nr. 5.5.3).

(2)  Der Verkäufer haftet für ausreichende Fruchtbarkeit der versteigerten Tiere.

(3)  Der Käufer hat den beanstandeten Mangel sofort nach Feststellung dem Verkäufer mittels eingeschriebenen Briefes mitzuteilen und den Verbänden eine Abschrift zukommen zu lassen, ansonsten verliert er seine Ansprüche.

(4)  Der Verkäufer ist zum Schadenersatz wegen Verletzung einer Pflicht – wozu auch die Pflicht der mangelfreien Lieferung gehört – nicht verpflichtet, wenn allenfalls leichte Fahrlässigkeit vorzuwerfen ist, es sei denn, der Verkäufer verletzt Leben, Körper oder Gesundheit des Käufers oder eine wesentliche Vertragspflicht, die für die Erreichung des Vertragszwecks unverzichtbar ist.

(5)  Bei Rücknahme eines Tieres durch den Verkäufer werden lediglich Kaufpreis und Mehrwertsteuer zurückerstattet. Käufer und Verkäufer erklären sich ausdrücklich bereit, bei Streitigkeiten die Vermittlung der Verbände in Anspruch zu nehmen. Sollte diese erfolglos bleiben, so ist die Angelegenheit auf Antrag eines Streitteils durch eine Güteverhandlung zu regeln.

(6)  Bleibt die Güteverhandlung erfolglos, ist der Streit unter Ausschluss des Rechtsweges durch ein bei den Verbänden zu beantragendes Schiedsgericht zu entscheiden. Für dieses Schiedsgericht benennt jeder der beteiligten Parteien einen Vertreter, den Vorsitz führt ein Vorstandsmitglied der veranstaltenden Verbände.
 

5          Transport-, Tierlebens-, Unfruchtbarkeits- und Garantieversicherung

5.1       Versicherungsgegenstand
Die Versicherung umfasst eine Transportversicherung, eine Tierlebensversicherung sowie eine Unfruchtbarkeits- und Rücknahmegarantieversicherung für alle über die Onlineveranstaltung verkauften Ziegen und Böcke. Versicherungsnehmer sind die Marktbeschicker und die Käufer von Tieren.


5.2.      Versicherte Schäden und Gefahren
5.2.1. Die Transportversicherung umfasst Schäden durch
a) Tod oder Nottötung infolge von Krankheit oder Unfall, wenn Tod oder Nottötung durch den Transport aufgrund der Onlineveranstaltung erfolgt ist. Für Schäden durch Brand oder Blitzschlag wird eine Entschädigung nur geleistet, soweit der Schaden nicht durch Ansprüche aus anderen Versicherungsverträgen gedeckt ist;
b) Diebstahl und Raub (mit Ausnahme von Plünderung), soweit diese Schäden nicht durch Ansprüche aus anderen Versicherungsverträgen gedeckt sind;
c) Zuchtuntauglichkeit (Deckunfähigkeit oder Unfruchtbarkeit), die durch den Transport aufgrund der Onlineveranstaltung verursacht sind;
5.2.2 Die Tierlebensversicherung umfasst Schäden durch Tod oder Nottötung infolge von Krankheit oder Unfall. Für Schäden durch Brand oder Blitzschlag wird Entschädigung nur geleistet, soweit diese Schäden nicht durch Ansprüche aus anderen Versicherungsverträgen gedeckt sind.
5.2.3 Die Unfruchtbarkeits- bzw. Rücknahmegarantieversicherung umfasst Schäden, die dadurch entstehen, dass aufgrund der Gewährschaftsbestimmungen der teilnehmenden Verbände  

a) Jungziegen von Verkäufern wegen Unfruchtbarkeit (Zwitterkeit) wieder zurückgenommen
werden müssen (Bestätigung eines Tierarztes);
b) Böcke von Verkäufern aufgrund Nichtdecken zurückgenommen werden müssen (Bestätigung eines Tierarztes).
5.3. Beginn und Ende des Versicherungsschutzes
5.3.1. Der Versicherungsschutz beginnt bei der
a) Transportversicherung mit der Verladung der Tiere zur Durchführung des versicherten
Transportes am Züchterstall;
b) Unfruchtbarkeits-und Rücknahmegarantieversicherung sowie Tierlebensversicherung mit
dem Zuschlag;
5.3.2 Der Versicherungsschutz endet bei der
a) Transportversicherung mit erfolgter Ausladung der Tiere nach Durchführung des versicherten Transportes zum neuen Standort. Der Transport muss spätestens 4 Wochen nach dem Zuschlag durchgeführt werden.
b) Tierlebensversicherung für Böcke mit dem 5. Monat nach dem Zuschlag;
c) Unfruchtbarkeits- bzw. Rücknahmegarantieversicherung mit Ablauf der Verkaufsgarantiefrist. Diese beträgt für Nichtdecken der Böcke 6 Wochen, für die Unfruchtbarkeitsversicherung 5 Monate.
Bei Verkauf ins Ausland endet der Versicherungsschutz mit Erreichen der Grenze der Bundesrepublik Deutschland.
5.4. Versicherungssummen und Entschädigungsberechnung
5.4.1 Als Versicherungssumme wird der Verkaufspreis ohne Umsatzsteuer vereinbart
Die Versicherungssumme ist auf höchstens 2.500 € je Tier begrenzt.
5.4.2 Die Entschädigung beträgt in der
a) Transportversicherung 100 % der Versicherungssumme nach Ziffer 5.4.1;
b) Tierlebensversicherung 80 % der Versicherungssumme nach Ziffer 5.4.1,
b) Unfruchtbarkeits- bzw. Rücknahmegarantieversicherung 80 % der Versicherungssumme
nach Ziffer 4.1. Verwertungserlöse werden auf die Entschädigung angerechnet. Sofern nur ein Mindererlös oder kein Erlös anfällt, mindern sich die Entschädigungssätze jeweils um 10 %.
5.5. Beitrag
5.5.1 Der Beitrag beträgt
b) in der Transportversicherung 0,3 % der Versicherungssummen;
b) in der Lebensversicherung 2,0 % der Versicherungssumme;
c) in der Unfruchtbarkeits- bzw. Rücknahmegarantieversicherung für Ziegen 0,9 % und für Böcke 1,4 % der Versicherungssumme.
5.6. Geschäftsverkehr
5.6.1 Der gesamte Geschäftsverkehr wird grundsätzlich zwischen dem Ziegenzuchtverband Bayern  e.V. (ZVB e.V.) und dem Bayerischen Versicherungsverband Versicherungsgesellschaft (BVV) geführt.
5.6.2 Der ZVB verpflichtet sich, alle Tiere, die dieser Versicherungsvertrag umfasst, unmittelbar nach jeder Absatzveranstaltung unter Angabe der Ohrmarken-Nummer, Katalognummer und der Versicherungssumme mittels E-Mail in Form eines abgestimmten Dateiformates zur Versicherung anzumelden und die Beiträge an den BVV abzuführen.
5.6.3 Im Leistungsfall ist unverzüglich ein Tierarzt hinzuzuziehen und dem Versicherer ein tierärztlicher Krankheitsbericht zu übersenden - § 12 Abs. 3. der Allgemeinen Bedingungen für die Versicherung von Tieren (AVTi 08).
5.6.4. Alle Versicherungsleistungen werden vom BVV an den Anspruchsberechtigten (Verbandsmitglied oder Käufer) gezahlt.

6          Verkauf

6.1.      Rechtsstellung der veranstaltenden Verbände

Die Verbände treten als Kommissionäre auf.

6.1.1    Kommissionsvertrag

(1)  Die Zuchtverbände sind berechtigt und verpflichtet, für alle zur Versteigerung gelangenden Tiere die Verkaufskommission zu übernehmen. Mit der Anmeldung der Tiere kommt ein Kommissionsvertrag zwischen Beschicker und dem jeweiligen Verband zustande. Aufgrund dieses Kommissionsvertrages bieten die Verbände die Tiere im eigenen Namen, jedoch auf Rechnung des Beschickers, zum Verkauf durch Versteigerung an und schließen den Kaufvertrag ab. Den Kommissionären wird das Verfügungsrecht über die gemeldeten Tiere übertragen.

(2)  Der Beschicker ist nicht berechtigt, Weisungen zu erteilen, die dem Wesen einer Zuchttierversteigerung widersprechen würden.

(3)  Die Verbände haften nur für die ordnungsgemäße Durchführung der Versteigerung in der üblichen Gestaltung, nicht für die ordnungsgemäße Auswahl der Käufer. Die Haftung ist in diesem Fall auf den jeweiligen Wert des Tieres zum Zeitpunkt der Versteigerung beschränkt.

(4)  Mit dem Zuschlag werden die Kommissionäre Gläubiger und Schuldner des Beschickers (Lieferanten) und des Ersteigerers (Abnehmer). Sie treten hiermit im Voraus folgende Forderung ab:

(5)  An den Beschicker (Lieferanten) die gegen den Ersteigerer (Abnehmer) bestehende Forderung auf Zahlung des Kaufpreises; eine Haftung der Kommissionäre für den Eingang des Kaufpreises ist ausgeschlossen.
An den Ersteigerer (Abnehmer) alle gegen den Beschicker (Lieferanten) bestehenden Forderungen, insbesondere auf Übergabe und auf Gewährleistung. Ferner gilt mit dem Zuschlag als vereinbart, dass der Ersteigerer (Abnehmer) die Kaufpreisschuld an den Beschicker (Lieferanten) übernimmt.
Alle mit dieser Regelung verknüpften und nach diesen Bestimmungen erforderlichen Schuldübernahmen werden von dem, den es angeht, genehmigt.

6.1.2.   Export Verkaufstiere

Zur Sicherheit empfehlen wir ausländischen Kunden, bereits vor der Versteigerung Kontakt mit dem Züchter aufzunehmen und die veterinärrechtliche Abwicklung im jeweiligen Einzelfall zu klären. Für den Export zusätzlich anfallende Kosten, sind vom Käufer selbst zu tragen.

6.1.3.   Abrechnung

Die Verbände sind verpflichtet, nach der Versteigerung gegenüber dem Käufer und dem Verkäufer die Abrechnung vorzunehmen.

6.1.4.   Entgelt

Die veranstaltenden Verbände -  jeweils als Kommissionäre -  haben Anspruch auf eine Kommissionsgebühr und auf den Ersatz notwendiger Auslagen. Diese werden einheitlich über alle teilnehmenden Verbände erhoben.

Die Gebühren sind auf der Homepage des Ziegenzuchtverbandes Bayern e. V. www.ziegenzucht-bayern.de einzusehen.

 

7.2           Durchführung der Versteigerung

(1)  Die Verbände stellen die Internetseite www.ziegen-auktion.de für die Durchführung der Versteigerung zur Verfügung.
Der Kaufvertrag kommt mit dem Zuschlag zustande. 

(2)  Geboten wird in Euro. Bis zu einem Steigerungspreis von 500 Euro in 25 Euro-Schritten, ab 500 Euro in 50 Euro-Schritten. Das Startgebot richtet sich nach der Zuchtwertklasse bzw. nach den Vorgaben des Verkäufers. 

(3)  Geboten wird nach Registrierung auf dem Internetportal. Der Käufer ist an sein Gebot bei Zuschlagserteilung gebunden. 

(4)  Die Verbände sind berechtigt, die Auktion vor Ablauf der Angebotsdauer abzubrechen. In diesem Fall kommt kein Vertrag mit den Nutzern, die bis dahin Gebote abgegeben haben, zustande.

(5)  Nutzer können Gebote nur zurücknehmen, wenn ein dazu berechtigender Grund vorliegt. Zur Rücknahme eines Gebotes berechtigen die versehentliche Eingabe eines falschen Gebotsbetrages und eine wesentliche Änderung der Beschreibung des angebotenen Bockes nach Abgabe des Gebotes. 

(6)  Ein freier Verkauf der angemeldeten Tiere nach Anmeldung ist unzulässig. Sollte ein Tier im Laufe der Versteigerung erkranken und muss zurückgezogen werden, so ist dem jeweiligen Herkunftszuchtverband innerhalb von 3 Tagen ein tierärztliches Attest vorzulegen.

 

7.3    Kaufpreis – Eigentumsvorbehalt

(1)  Der Beschicker/Lieferant bleibt Eigentümer an den Tieren bis zur vollständigen Zahlung aller Forderungen aus der gesamten Geschäftsbeziehung mit dem Ersteigerer/Abnehmer.

(2)  Der Steig-/Grundpreis erhöht sich um die anteiligen Kommissionsgebühren. Zu dem sich ergebenden Preis (= Nettopreis) wird die jeweils geltende Mehrwertsteuer hinzugerechnet.
Außerdem hat der Käufer die von den Verbänden für ihn ausgelegten anteiligen Kosten für die Versicherungsbeiträge, Gebühren usw. zu erstatten. Diese werden gesondert auf der Rechnung ausgewiesen.

(3)  Mit dem Zuschlag (Kaufvertrag) werden die Verbände als Kommissionäre Gläubiger des Abnehmers (Käufers). Eine Haftung der Verbände als Kommissionäre für den Eingang des Kaufpreises ist in jedem Fall ausgeschlossen. 

(4)  Der Verkauf erfolgt gegen Rechnung. Sämtliche Zahlungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungslegung an die kontoführende Bank der Verbände zu leisten. Barzahlungen an den Verkäufer sind ausgeschlossen.
Bei verspäteter Bezahlung können die Verbände (Kommissionär) nach Ablauf von 4 Wochen den gesetzlichen Verzugszins (§ 288 BGB) berechnen, bei weiterem Zahlungsverzug wird das gesetzliche Mahnverfahren eingeleitet.


7.4    Übergabe der verkauften / nichtverkauften Tiere

(1)  Mit der Übergabe geht die Gefahr auf den Käufer über. Jeder Käufer hat für den Transport der von ihm gekauften Tiere selbst zu sorgen. 

(2)  Für die Übergabe seiner verkauften Tiere an den Käufer hat jeder Beschicker selbst zu sorgen, dem Verkäufer sind die Käuferadressen spätestens 4 Tage nach der Auktion mitzuteilen, den Käufern sind die Kontaktdaten des Verkäufers spätestens mit der Rechnungslegung mitzuteilen.

(3)  Die gekauften Tiere müssen innerhalb von 14 Tagen beim Verkäufer abgeholt werden. Für jeden weiteren Tag ist der Verkäufer berechtigt je 2 Euro Pflegegeld vom Käufer zu berechnen.
Der Transport der Tiere ist durch den Käufer mit dem Verkäufer zu regeln.


7.5    Wandlung

Rückgängig gemachte Käufe, insbesondere Wandlungen (§ 462 BGB) sind den Verbänden unverzüglich anzuzeigen.
In diesen Fällen werden die Kommissionsgebühren sowie die von den Vertragsparteien (Käufer, Beschicker) entrichteten Gebühren nicht zurückerstattet. Eventuell den Verbänden durch Wandlung entstehende Kosten usw. trägt der Beschicker.


7.6    Nacherfüllung

Nacherfüllungen für gekaufte Tiere werden nicht gewährt.


7.7    Minderung

Minderungen (§§ 437, 439 BGB) sind den Verbänden unverzüglich anzuzeigen. Für die Minderung muss ein Gutachten des zuständigen Zuchtleiters des jeweiligen Verbandes, des zuständigen Tiergesundheitsdienstes oder eines Tierarztes über den zur Minderung führenden Mangel des Zuchttieres vorliegen. Sollte es zu einer Minderung kommen, werden die Kommissionsgebühren sowie die von den Vertragsparteien (Käufer, Beschicker) entrichteten Gebühren nicht zurückerstattet. Eventuell den Verbänden durch Minderung entstehende Kosten usw. trägt der Beschicker.

8.         Salvatorische Klausel

Sollten einzelne Bestimmungen oder Teilbestimmungen unwirksam sein oder werden, so wird dadurch die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine solche zu ersetzen, die dem Verkaufszweck am nächsten kommt.